SAVE EDY – die Sammelaktion läuft an. Interview mit Franco Giovanoli und Bruno Marinoni

St. Moritz, 28. Juli 2017

Das Gesuch für die Baubewilligung ist bei der Gemeinde St. Moritz und dem Kanton eingereicht. Die Sammelaktion zur Finanzierung des Wiederaufbaus und damit zur Rettung von Edy dem heimlichen Star der Ski WM St. Moritz 2017, rollt an, kräftig angeschoben durch die Skischule St. Moritz.

Vor wenigen Tagen übergaben Vertreter der Skischule St. Moritz als treibende Kraft hinter dem Rettungsversuch, zusammen mit Vertretern des Vereins „SAVE EDY“ und erklärten Edy-Freunden das in rekordverdächtiger Zeit erstellte Baugesuch zum Wiederaufbau von Edy an das Bauamt St. Moritz. Die Gemeinde St. Moritz und die zuständigen Behörden des Kantons prüfen nun ob das Vorhaben, Edy auf Salastrains wieder aufzubauen, bewilligungsfähig ist. Dino Menghini, Regionalleiter Engadin der Firma AF Toscano AG die das Projekt „SAVE EDY“ unterstützt, hat als Bauingenieur die Baubewilligung betreut: „In meinen vielen Jahren als Bauingenieur habe ich noch nie in so kurzer Zeit BAB-Gesuch erstellt“. Nun liegt es in der Hand der zuständigen Behörden, ob Edy eine Chance auf ein neues Zuhause erhält.

Bruno Marinoni, CEO von Snowsports St. Moritz und der Skischule St. Moritz, spricht von einer starken emotionalen Bindung zu Edy: “Unser wohl berühmtester Skischulleiter war Edy Reinhalter. Für die Skischule St. Moritz gehört darum Edy als Symbol für den alpinen Skisport einfach nach Salastrains“. Bruno Marinoni führt weiter aus, dass hinter den Kulissen bereits fieberhaft an der künftigen Aufgabe von Edy gearbeitet wird: „Wir wollen Edy allen Gästen und Fans zugänglich machen, ihn ins Geschehen am Berg integrieren und ihn zu einem unverwechselbaren Symbol für St. Moritz und das Engadin machen, wie es etwa der Eiffelturm für Paris und Frankreich ist“. Mit einem Funkeln in den Augen fügt er an: „Edy Reinalter als einziger Schweizer Olympiasieger im alpinen Slalom und Gründungsmitglied der legendären Guardia Grischa verkörpert für uns den vielbeschworenen Pioniergeist vergangener Zeiten. Unser Engagement beim Wiederaufbau von Edy sehen wir auch als Beitrag, diesen Pioniergeist wieder zu erwecken.“

Die Rettung von Edy ist eine Herzensangelegenheit. Das ist im Kreis der Initianten der Rettungsaktion stark spürbar. Bis die Antwort zum Baubewilligungsgesuch eintrifft, werden einige Wochen vergehen. In dieser Zeit wird emsig weiter organisiert. Der mögliche Wiederaufbau im Herbst muss – obwohl Bewilligung und Finanzierung noch nicht sicher sind – soweit wie möglich geplant werden. Das Erstellen der Fundamente und der Stützkonstruktion am Berg aber auch die nötige Behandlung der 637 dreieckigen und rund 5 Zentimeter dicken Mehrschicht-Holzplatten aus Fichtenholz um Edy einen möglichst langen Verwitterungsschutz zu geben, wollen im Detail geplant sein.

Die Sammelaktion „SAVE EDY“ ist angelaufen

Franco Giovanoli in der Funktion als Präsident des Vereins „SAVE EDY“ erklärt, dass mit der Eingabe des Baubewilligungsgesuchs auch der Start der gleichnamigen Sammelaktion erfolgt ist. „Die Emotionen die Edy als heimlicher Star der Ski WM 
St. Moritz beim Publikum, den Ski-Fans, den Athletinnen und Athleten in der Region, der Schweiz aber auch weit darüber hinaus ausgelöst hat, haben alle Erwartungen übertroffen. Wir hoffen, die Sympathien und positiven Erinnerungen im Zusammenhang mit Edy helfen uns jetzt und lassen die Sammelaktion zu einem Erfolg werden“.

Unter www.saveedy.ch sammelt der Verein zur Rettung von Edy ab sofort bis Ende September so viel Geld wie möglich und informiert auch laufend über die Entwicklung und den Stand der Dinge rund um die Rettung von Edy. Franco Giovanoli führt weiter aus, dass rund CHF 100‘000.00 gesammelt werden müssen um die Finanzierung des Wiederaufbaus zu sichern. „Für uns zählt dabei jeder Franken und jeder und jede ist als Spender herzlich willkommen“ sagt Giovanoli weiter.

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