Er erstreckt sich über fast 7 Kilometer im Oberengadiner Unesco-Welterbe. Der sagenumwobene Morteratsch-Gletscher.

Goldener kann der Herbst nicht sein als im Engadin. Zur Farbenpracht gehört auch das weisse Eis mit der einmaligen Aussicht von der Bergstation Diavolezza auf das Bernina-Massiv. 173 Gletscher bedecken mit 40 km2 sechs Prozent der Region. Für eindrückliche Naturschauspiele sorgen der Roseg-, Tschierva-, Sella- und Persgletscher. Der stolzeste von ihnen ist mit seinen rund sieben Kilometern der Morteratschgletscher.

Sein dramatischer Name (Aratsch ist tot) stammt aus der Sage um die unglücklich Verliebten Aratsch und Annetta. Und passt so gar nicht zur herrlichen Aussicht, die der drittlängste Gletscher der Ostalpen bietet. Und auf dem Gletscherweg Morteratsch erfährt man, dass das ewige Eis mit 2,2 Kilometern mehr Länge einst noch imposanter war.

Auf den nur 50 Minuten Gehweg zum Gletscher werden einem Anekdoten, die Geschichte und Gedichte erzählt – und die einzigartige Schönheit der Natur vor Augen geführt. Und dass dieser Sorge zu tragen ist. Mit der zum Unesco-Welterbe gehörenden Berninalinie wird der Morteratsch mit einem weiteren Highlight, den Cavaglia-Gletschermühlen verbunden.

Es ist eine magische Region. Dass sich hier Übersinnliches zugetragen haben soll, kann man sich ohne weiteres vorstellen.

Auf in den goldenen Herbst: Wer mehr als eine Nacht in einem teilnehmenden Hotel bucht, erhält das Bergbahnticket inklusive. www.engadin.stmoritz.ch/inklusive

See sehen und staunen

Die 8,1 Millionen Hotel-Übernachtungen im ersten Halbjahr 2017 sind neuer Rekord. Die Schweizer entdecken in ihren Ferien die Schweiz.

Das ist gut fürs Klima – und erstaunt eigentlich auch nicht. Eine Postkarten-Idylle wie bei uns findet sich fast nirgends auf der Welt. So stellt der Stazersee im Engadin mit seinem traumhaften Panorama sogar die Nacktmodels von Starfotograf Michel Comte in den Schatten.

Dunkel und geheimnisvoll zwischen St. Moritz, Pontresina und Celerina gelegen ist der Lej da Staz ein Treffpunkt für Biker, Wanderer, Familien – und Eichhörnchen, Hasen und Rehe. Der seichte See erwärmt sich schnell und hat so morgens eine höhere Temperatur als die Luft – ein Paradies für Schwimmer.

Überhaupt: Die Lust an der Bewegung macht die Schweiz zum Ferienparadies, gerade auch bei den Jungen. Biken, Stand-up-Paddling oder auch einfach Wandern sind angesagt. Und das Engadin bietet hier alle Möglichkeiten. Spektakuläre Aussicht inklusive.

Comments

comments