Sie haben alle eine über 120-jährige Geschichte als Konditoren und Bäcker: Das Kochendörfer’s und Gianottis in Pontresina sowie das Hauser in St. Moritz. Ab dem 1. Dezember 2017 gehen die drei Familienbetriebe gemeinsame Wege. Erlesene Spezialitäten werden nur noch in einer der drei Backstuben hergestellt und danach in allen drei Läden zum Verkauf angeboten. Ziel der Partnerschaft: Die Engadiner Tradition und die hohe Qualität der Produkte stärken.

Die Bäckerei und Konditorei Kochendörfer am oberen Dorfausgang von Pontresina ist für die original Engadiner Torte und die vielen Brotsorten bekannt. Die Zuckerbäckerei Gianottis im Zentrum von Pontresina hat sich auf Schokoladenkreationen spezialisiert und sich landesweit einen Namen gemacht. Und die Konditorei Hauser im Herzen von St. Moritz verwöhnt seit jeher Gäste und Einheimische mit feinen Kuchen oder Cremeschnitten.

Die Stärken gemeinsam nutzen

Die drei Engadiner Traditionsbetriebe haben unterschiedliche Stärken und Spezialitäten – und diese werden ab dem 1. Dezember gemeinsam genutzt. Das heisst, erlesene Qualitätsprodukte stellt nur noch einer der drei Familienbetriebe her. Anschliessend kommen die feinen Süss- und Backwaren in alle drei Läden und werden unter der Marke des jeweiligen Herstellers verkauft.

Die drei Unternehmen versprechen sich dadurch eine höhere Aufmerksamkeit und einen gesteigerten Absatz ihrer Spezialitäten. «Wenn sich jeder auf seine Stärken konzentriert, können wir die hohe Qualität und die Engadiner Identität unserer Produkte steigern. Und der Kunde erhält diese neu an drei Standorten», so Claudio Kochendörfer.

Spezialitäten neu in allen drei Läden

Konkret: Ab sofort sind in allen drei Läden folgende Spezialitäten erhältlich: Pralinen, Bruchschokoladen sowie Schoggi-Kreationen von Gianottis. Verschiedene Brotsorten, die original Engadiner Torte sowie die Steinbocktorte von Kochendörfer’s. Patisseriewaren, Kuchen, Kleingebäck sowie Croissants mit Füllungen von Hauser. Einzelne Produkte wie zum Beispiel die Bündner Nusstorte stellen weiterhin alle drei Betriebe selber her.

Langfristig erhoffen sich die drei Partner eine höhere und saisonunabhängige Auslastung ihrer Backstuben. «Wir wollen unsere Engadiner Spezialitäten auch ausserhalb des Tals bekannter machen. Und das geht besser zu dritt als alleine», sagt Markus Hauser. Davon sollen nicht zuletzt die Mitarbeiter profitieren. «Wir wollen Arbeitsplätze sichern und ausbauen – zum Beispiel mit einer Lehrlingsstelle, die wir zusammen betreuen», so Roman Kling von Gianottis.

 

Franco Furger

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