«Immer liebte und verehrte ich die Frau, unabhängig davon, in welchen Verhältnissen sie lebte. Entscheidend war für mich nur, dass sie den Schoss einer Mutter hatte.» – so lesen wir in einem autobiographischen Text, den Giovanni Segantini 1891 für die Schriftstellerin Neera verfasste. Drei Jahre später, 1894, schuf er zwei Gemälde, die gegensätzlicher nicht sein könnten und doch eigentlich derselben Auffassung zu entspringen scheinen: «Die bösen Mütter» und «Engel des Lebens».

War das Frauenbild des grossen Alpenmalers und Symbolisten wirklich so eindeutig, wie seine künstlerischen Frauendarstellungen suggerieren? Dieser Frage möchte Dr. Mirella Carbone, Konservatorin im Segantini Museum, nachgehen. Im Zentrum ihrer Ausführungen stehen Hauptwerke aus der Savogniner und Maloja-Zeit sowie Briefe und autobiografische Texte des Künstlers.

Der Vortrag findet am Donnerstag, 16.8. um 17.30 Uhr im Pavillon der Chesa Fonio in Sils Maria statt. Information und Vorverkauf, Sils Tourist Information, T +41 81 838 50 50. Reservation erwünscht. Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich.

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