Hochspannung in St. Moritz: Nachdem am 23. September 2018 keiner der beiden Kandidaten für das Gemeindepräsidium das absolute mehr erreicht hatte, fiel heute beim 2. Wahlgang die Entscheidung. Die St. Moritzer Stimmbevölkerung hat Christian Jenny zu ihrem neuen Gemeindepräsidenten gewählt.

Unter dem Motto «St. Moritz kann es besser» hat sich Christian Jenny seit dem 8. August in einem für St. Moritz und das Engadin ungewöhnlich aktiven und vielbeachteten Wahlkampf um eine Mehrheit beim St. Moritzer Stimmvolk beworben. Mit 824 Stimmen Unterschied bei einer Wahlbeteiligung von knapp 70% hatte er im ersten Wahlgang am 23. September gegenüber dem bisherigen Amtsinhaber Sigi Asprion die Nase vorn, erreichte das absolute mehr jedoch nicht. Beim zweiten Anlauf am heutigen 7. Oktober kam dann die Bestätigung der Stimmbürger. Mit 894 Stimmen wurde Christian Jenny zum Gemeindepräsidenten gewählt, welcher das Amt am 1. Januar 2019 antreten wird.
Jenny hat mit seiner Kampagne das politische St. Moritz unsanft aus einer langjährigen Lethargie geweckt. Seine Kandidatur entfachte einen angeregten Austausch zwischen der älteren und jüngeren Generation, brachte eine öffentliche Reflexion und Diskussion über den Leistungsausweis der politischen Entscheidungsträger der vergangenen Jahre im Vergleich zu den offensichtlich über weite Strecken nicht erfüllten Erwartungen der Bevölkerung. Stets erfrischend lebendig, authentisch, fair und zukunftsgerichtet, hat er es sogar geschafft, eine ganze Generation an jüngeren Einheimischen zum Eingreifen in die Kommunalpolitik zu motivieren, was vor wenigen Wochen schlicht undenkbar schien. Gleichzeitig konnte Jenny aufzeigen, wie schwer sich die arrivierten Parteien damit tun,

Nähe zur Bevölkerung aufzubauen und ihre aktuellen Bedürfnissen zu erkennen. Jenny, der nach der Bekanntgabe des Wahlresultates als erstes die Gratulation zur Wahl von seinem Konkurrenten Sigi Asprion entgegen nehmen durfte, kommentierte den Volksentscheid zu seinen Gunsten so: „Die öffentliche Debatte der letzten Wochen und das erneuerte politische Bewusstsein der St. Moritzerinnen und St. Moritzer sind grossartig. Eine klare Bestätigung für mich, wie richtig und wichtig meine Kandidatur gewesen ist. Offensichtlich haben sich der Mut zum Wandel und das Bedürfnis nach den nötigen Veränderungen gegenüber über der Angst durchgesetzt, bekannte aber stark ausgetrampelte Pfade zu verlassen“.
Für Christian Jenny ist aber klar: „Es müssen nun alle mithelfen damit die Gestaltung der Gemeinde und der bestehenden Herausforderungen gelingen kann“. Jenny hat mit seinem Einsatz auch eine Lanze für die nächste Generation von St. Moritzerinnen und St. Moritzern gebrochen. Sieben junge Einheimische sind vor wenigen Tagen ins Rennen um die Sitze im Gemeindevorstand und Gemeinderat gestiegen, deren Mitglieder in wenigen Wochen bestimmt werden. „Ich hoffe, sie können den Schwung aus den letzten Wochen mitnehmen und sich künftig für die Gestaltung von St. Moritz einsetzen“, so Jenny über die Kandidaturen. Jenny hofft, dass auch für die weiteren Wahlgänge eine hohe Stimmbeteiligung erreicht wird und ruft deshalb alle Stimmbürger zur Abgabe des Wahlzettels auf.

Christian Jenny zeigt sich im Moment seines Wahlsieges auch bereits fokussiert auf die vor ihm liegende Aufgabe: „Ich werde unter scharfer Beobachtung stehen und an den Aussagen der letzten Tagen zu meinen Prioritäten für die nächste Legislaturperiode gemessen werden. Die Herausforderung ist gross. Aber meine Lust, sie anzupacken, ist es auch.“

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